Seekopf-Wanderung im Chiemgau
09.04.2021
Die Seekopf-Wanderung ist eine leichte Wanderung, die in etwa zweieinhalb Stunden zu bewältigen ist.
Start ist direkt gegenüber des P1 Parkplatzes bei Seehaus an der B 305. Dort gehen wir auf der Forststraße Richtung Osten. Nach etwa 100 Meter zweigt rechts der Fahrradweg Richtung Seengebiet ab. Wir gehen geradeaus weiter Richtung Wald und folgen der Forststraße bergauf.
Kurze Zeit später erreichen wir eine Schranke, dort gehen wir hindurch weiter bergauf. Nun kommen die ersten Kehren, die recht steil sind. Nach etwa 2 Kilometer geht links ein Steig weg, dem wir nun weiter folgen. Der Steig ist gut ausgetreten, auch im Winter.
Die Steinmandl, die man am Wegesrand sieht, markieren den Weg. Nach ca. eineinhalb Stunden steht am Gipfelkreuz auf 1.173 m Seehöhe. Dort wird man für seine Mühen belohnt, indem man den tollen Blick auf die drei Seen (Lödensee, Mittersee und Weitsee) genießen kann.
Bei meinem Tracking waren es gesamt 6,73 km und 500 Höhenmeter. Wir haben wir diese Wanderung 2.07 Stunden benötigt.
Den Schwierigkeitsgrad dieser Wanderung würde ich als leicht bezeichnen. Technische Voraussetzungen sind nicht vonnöten. Aber, gutes Schuhwerk ist Grundvoraussetzung.
Die Gipfelaussicht auf das 3-Seen-Gebiet und die umliegenden Gipfel der Chiemgauer Alpen ist grandios.
Die beste Jahreszeit, um den Seekopf zu erwandern ist April bis Oktober, wobei wir ihn im Februar bei Schnee gegangen sind. Vorsicht ist am Gipfel angebracht, da der Bergstock auf der Westseite steil abbricht und 400 Meter in die Tiefe führt.
Informationen zum Seekopf
Der Seekopf liegt 1173 m über dem Meeresspiegel. Die gut 400 Meter hohe Westwand des Seekopfs erhebt sich unmittelbar entlang der Ostseite des Förchensees und liegt schräg gegenüber der Ortschaft Seehaus. Der Talgrund des Förchensees auf 739 Meter trennt den Seekopf von der 1416 Meter hohen Schlösselschneid im Westen. Der bereits zum Massiv des Dürrnbachhorns (1776 m) gehörende Richtstrichkopf (1322 m) im Südosten ist nur 1,3 Kilometer entfernt. Direkt zwischen dem Fuß der Westwand und dem Förchensee querte einst die Staatliche Waldbahn Ruhpolding–Reit im Winkl – ihre Trasse ist noch vorhanden.
Der Seekopf war bis ins Pleistozän fest mit der gegenüberliegenden Schlösselschneid verbunden. Die Wettersteinkalk-Barriere des Hochkienbergsattels wurde aber vom Seetraun-Gletscher durchbrochen. Der Seetraun-Gletscher war ein Abzweig des Tiroler-Achen-Gletschers, der von Reit im Winkl und dem Dreiseengebiet kommend weiter in Richtung Ruhpoldinger Talkessel vorstieß. Gemäß Klaus Doben (1970) betrug die damalige Ferneishöhe am Seekopf rund 1200 Meter, der Berg war somit während der Riß- und der Würm-Kaltzeit von Ferneismassen bedeckt. (Quelle: Wikipedia)
Beitragsfoto und Bericht: Helmut Lippl